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Aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung steigt die Nachfrage nach nachhaltigen und biologisch hochwertigen Proteinen. Im Hinblick auf die ökologischen und ökonomischen Aspekte ist Raps als regionale Nutzpflanze ein geeigneter, jedoch noch selten genutzter Proteinlieferant für Lebensmittel. Rapsprotein, welches überwiegend aus den Proteinen Cruciferin und Napin besteht, zeichnet sich durch eine günstige Aminosäureverteilung und eine hohe biologische Wertigkeit aus. Die Verwendung ist aktuelljedoch durch dessen bitteren und adstringierenden Fehlgeschmack sowie unzureichende technofunktionelle Eigenschaften (z. B. Löslichkeit, Emulgierfähigkeit) eingeschränkt. So ist das Ziel des Projektes FEI-OptiRaps, die technofunktionellen Eigenschaften von Rapsprotein mithilfe der Herstellung von (Partial-)Hydrolysaten (RPPH), welche sich durch eine deutlich verbesserte Löslichkeit auszeichnen, zu optimieren. Zusätzlich sollen Peptide, die neben Sekundärmetaboliten den Fehlgeschmack hervorrufen, identifiziert und ihre Entstehung gezielt unterbunden werden.
Bisher wurden vier verschiedene Rapsproteinisolate (RPI) hinsichtlich ihrer Zusammensetzung, den physikalisch-chemischen Charakteristika und den techno-funktionellen Eigenschaften untersucht. Es wurde gezeigt, dass drei der Muster Proteingehalte > 80 % aufwiesen. Lediglich der Proteingehalt des napinreichen Rapsproteins war deutlich geringer (< 50 %). Dabei war der Restfettgehalt dieses Musters mit 31,8 % relativ hoch, was in Problemen bezüglich der durchzuführenden Hydrolyseversuche resultierte. Über die Entfernung des Fetts mittels Extraktion mit überkritischem CO2 wurde die Hydrolyse des napinreichen Rapsproteins ermöglicht. In Untersuchungen beim Projektpartner TU München wurde das RPI 1 (CanolaPro) als das am wenigsten bittere und RPI 5 (Puratein C) als das bitterste RPI charakterisiert. Entsprechend wurden diese zwei Muster für die Untersuchungen zur Herstellung von RPPH ausgewählt. In ersten orientierenden Hydrolyseversuchen wurde RPI 1 bei vergleichbaren Prozessbedingungen (Temperatur, pHWert) mithilfe von sechs unterschiedlichen Enzymen unter Variation der Hydrolysedauer (t = 60 min / 240 min) hydrolysiert. Der Hydrolysegrad der RPPH wurde mittels GPC ermittelt. So war festzustellen, dass die Hydrolyse von Napin und Cruziferin unterschiedlich intensiv verlief: Lediglich durch ein Enzym (FP 343) wurden beide Speicherproteine weitgehend hydrolysiert, wohingegen die anderen Enzyme nur die Hydrolyse eines der beiden Proteine bewirkten. Die weiteren Arbeiten umfassen die individuelle Optimierung der Hydrolyse (Variierung von Temperatur und pHWert) für jedes Enzym sowie die Übertragung der Hydrolyse in den Technikumsmaßstab.
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