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Zur Förderung von Biodiversität und Klimaschutz werden entwässerte Moorflächen wiedervernässt; dabei entsteht überschüssige, lignocellulosereiche Biomasse. Das Projekt entwickelt Wege, dieses Material effizient zu nutzen, um Nährstoffeinträge zu vermeiden und veredelt es zu Insektenprotein und -fett für Mensch, Tier und besonders Heimtierfutter. Mit innovativer Verarbeitung und Nebenströmen aus Lebensmittel- und Futtermittelindustrie entsteht nährstoffreiches Insektenfutter und eine wirtschaftliche, dezentrale Landwirtschaftsdiversifizierung im Moorraum.
Moore bedecken rund 4 Mio. km² weltweit und kommen in 90 % der Länder vor. In Europa und Südostasien wurden sie jedoch durch Entwässerung für Landwirtschaft, Torfabbau und Siedlungsbau stark zerstört. Das mindert die Biodiversität und setzt gespeichertes CO₂ und Methan frei – ein Treiber des Klimawandels. Als Gegenmaßnahme gewinnt die Wiedervernässung landwirtschaftlich genutzter Moorflächen an Bedeutung. Sie erzeugt jedoch große Mengen stark verholzter, lignocellulosereicher Biomasse. Diese muss entfernt bzw. genutzt werden, um Nährstoffbelastungen zu verringern; als Futter in der klassischen Viehhaltung ist sie wegen ihrer komplexen Struktur kaum geeignet. Das Projekt entwickelt daher Wege, Lignocellulose aus der Paludikultur zu Insektenfutter aufzubereiten, indem moderne Verarbeitungstechniken mit Nebenströmen aus der Lebensmittel- und Futtermittelindustrie kombiniert werden. So sollen hochwertige Insektenproteine und -fette für Heimtiere und Menschen entstehen. Gleichzeitig schafft der Ansatz regionale Wertschöpfung, stärkt Kreislaufwirtschaft und kann Soja- sowie Fischmehlimporte reduzieren.
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