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In dem Forschungsprojekt LINOVIT liegt der Fokus auf der Analyse der Qualitätsfaktoren entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Lein, einschließlich Anbau, Ölgewinnung und Verarbeitung von Presskuchen. Besonderes Augenmerk gilt der Blausäure, die aus cyanogenen Glykosiden freigesetzt werden kann. Um den Presskuchen auch für die menschliche Ernährung nutzbar zu machen, ist eine Reduktion der toxischen Blausäureglycoside notwendig.
2022 wurde ein neuer Grenzwert für Blausäure in Leinsamen, einschließlich gebundener Formen, durch die EU-Verordnung 2022/1364 auf 150 mg/kg festgelegt. Jedoch übersteigt der Gehalt an cyanogenen Glykosiden in Leinsamen in der Regel diesen Grenzwert deutlich. Dies führt zu einer Anreicherung der glycosidischen Verbindungen im Presskuchen, der bisher vorrangig in der Tierfutterindustrie Verwendung fand. Im Rahmen dieses Projekts wurde die Extrusion als Methode zur Blausäurereduzierung aus Leinsamenpresskuchen untersucht. Vor der thermischen Behandlung wurde ein 30-minütiger Inkubationsschritt bei 30 °C durchgeführt, um die im Presskuchen enthaltenen Enzyme zur Aufspaltung der glycosidischen Verbindungen zu aktivieren. Anschließend erfolgte die Entfernung der entstandenen Blausäure im Doppelschneckenextruder. Die Versuche ergaben eine Reduktion des HCN-Gehalts in allen Proben auf unter 150 mg/kg. Als nächster Schritt ist eine sensorische Bewertung und Produktentwicklung mit den behandelten Leinsamenpresskuchen geplant. Das Forschungsprojekt wird in Zusammenarbeit mit der Universität Bonn durchgeführt, die sich unter anderem mit der Untersuchung der Anbaufaktoren von Lein, insbesondere hinsichtlich der Ausbildung der Blausäureglycoside, befasst.
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