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Die Kontaminationsgefahr durch Mikroplastik gewinnt in den letzten Jahren in gesellschaftlicher, wissenschaftlicher und regulatorischer Hinsicht zunehmend an Relevanz und ruft wachsende Besorgnis hervor. Zur analytischen Bewältigung dieser Problematik wurde ein Projekt zur Entwicklung von Nachweisstrategien für Mikroplastik in Trockenmilcherzeugnissen gestartet. Ziel ist die Entwicklung validierter Verfahren, die eine zuverlässige Detektion in komplexen Lebensmittelmatrices gewährleisten.
Im Projekt werden zwei komplementäre Verfahren zur Mikroplastik-Analytik in Lebensmitteln etabliert: TED-GC/MS zur massebasierten Polymerquantifizierung über Pyrolyse und Markerfragmente sowie Raman-Mikroskopie zur bildbasierten Identifikation einzelner Partikel anhand ihrer Spektren. Damit lassen sich neben dem Polymeranteil auch Partikelmerkmale wie Größe, Form und Farbe bestimmen und mögliche Eintragsquellen ableiten. Für beide Methoden wurden technische Anforderungen definiert und ein Workflow zur Filtration flüssiger Proben aufgebaut. Tests mit Mikroplastik-Referenzstandards lieferten erste Nachweis- und Bestimmungsgrenzen der TED-GC/MS; die Standards wurden zudem in eine Raman-Datenbank aufgenommen. Geplante Wiederfindungsversuche sollen die Validierung stärken und die Performance in Realproben verbessern. Da Lebensmittelmatrices Proteine, Fette und Zucker enthalten, werden geeignete Aufschlussstrategien bewertet, Matrix-Partikel-Wechselwirkungen untersucht und eine Anreicherung für erwartete niedrige Konzentrationen entwickelt. Kontaminationsschutz (Reinlabor, Laminar-Flow, Blindproben) hat dabei höchste Priorität und schafft eine belastbare Grundlage für Industrie und weitere Matrices.
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